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Telekommunikation

DSL Vergleich - Internetanbieter vergleichen

Veröffentlicht:

Das Wichtigste in Kürze

  • DSL-Tarife ab ca. 20 EUR/Monat, Glasfaser ab ca. 50 EUR/Monat
  • Seit Dezember 2021: Vertraege nach Erstlaufzeit monatlich kuendbar
  • Routerfreiheit seit 2016 - Sie koennen jeden Router verwenden
  • Glasfaserausbau in Deutschland schreitet voran - Verfuegbarkeit pruefen lohnt sich

DSL ab 20 EUR, Glasfaser ab 50 EUR, und dazwischen hunderte Tarife, die sich in Geschwindigkeit, Laufzeit und Kleingedrucktem unterscheiden. Wer seinen Internetvertrag seit mehr als zwei Jahren nicht verglichen hat, zahlt fast sicher zu viel. Hier finden Sie aktuelle Tarife, erfahren, welche Geschwindigkeit Sie wirklich brauchen, und koennen direkt wechseln.

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Geben Sie Ihre Vorwahl ein und vergleichen Sie verfuegbare Tarife in Ihrer Region.

Was ist DSL und wie funktioniert es?

DSL steht fuer Digital Subscriber Line und bezeichnet eine Technologie zur Datenuebertragung ueber herkoemmliche Kupfertelefonleitungen. Im Gegensatz zum frueheren Einwahlmodem erlaubt DSL die gleichzeitige Nutzung von Telefon und Internet, da die Datenuebertragung auf anderen Frequenzen stattfindet.

Die am weitesten verbreitete Variante ist ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line), bei der die Download-Geschwindigkeit deutlich hoeher ist als die Upload-Geschwindigkeit. Dies entspricht dem typischen Nutzungsverhalten privater Haushalte, die mehr Daten herunterladen als hochladen.

In Deutschland bieten zahlreiche Anbieter DSL-Anschluesse an. Neben der Deutschen Telekom, die das groesste Netz betreibt, gibt es alternative Anbieter wie 1&1, Vodafone, o2 und zahlreiche regionale Versorger. Viele dieser Anbieter nutzen die Leitungen der Telekom und bieten ihre Tarife als Reseller an.

DSL, VDSL und Glasfaser - die Unterschiede

Auf dem deutschen Breitbandmarkt gibt es verschiedene Anschlusstechnologien, die sich in Geschwindigkeit, Verfuegbarkeit und Preis deutlich unterscheiden. Fuer die richtige Wahl sollten Sie die Unterschiede kennen.

DSL (ADSL / ADSL2+)

Klassisches DSL uebertraegt Daten ueber die vorhandene Kupfertelefonleitung. Die maximale Download-Geschwindigkeit liegt bei 16 Mbit/s. Der Vorteil: DSL ist nahezu flaechendeckend verfuegbar, da es das bestehende Telefonnetz nutzt. Die tatsaechliche Geschwindigkeit haengt von der Entfernung zum naechsten Verteilerkasten (DSLAM) ab - je weiter entfernt, desto langsamer die Verbindung.

VDSL (Very High Speed DSL)

VDSL nutzt ebenfalls Kupferleitungen, allerdings auf kuerzeren Strecken. Die Glasfaserleitung reicht bis zum Verteilerkasten in der Strasse (FTTC - Fiber to the Curb), nur der letzte Abschnitt bis in die Wohnung laeuft ueber Kupfer. Dadurch sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s moeglich. Mit Vectoring-Technologie werden Stoersignale zwischen benachbarten Leitungen reduziert, was die Leistung zusaetzlich verbessert.

Glasfaser (FTTH - Fiber to the Home)

Bei einem Glasfaseranschluss wird die Leitung aus Lichtwellenleitern direkt bis in Ihre Wohnung verlegt. Diese Technologie bietet die hoechsten Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s (1 Gbit/s) und mehr - sowohl im Download als auch im Upload. Die Bundesnetzagentur treibt den Glasfaserausbau in Deutschland aktiv voran. Allerdings ist die Verfuegbarkeit noch regional begrenzt.

Kabelinternet

Als Alternative zu DSL bieten Kabelnetzbetreiber wie Vodafone Internet ueber das TV-Kabelnetz an. Die Geschwindigkeiten reichen bis zu 1.000 Mbit/s. Kabelinternet ist in vielen Gebieten verfuegbar, in denen kein schnelles VDSL oder Glasfaser zur Verfuegung steht. Zu beachten ist, dass sich Nutzer im gleichen Netzabschnitt die Bandbreite teilen, was in Stosszeiten zu Geschwindigkeitseinbussen fuehren kann.

Welche Geschwindigkeit brauche ich?

Die benoetigte Internetgeschwindigkeit haengt von der Anzahl der Nutzer und der Art der Nutzung ab. Eine zu langsame Verbindung fuehrt zu Frust, eine zu schnelle bedeutet unnoetige Kosten. Hier eine Orientierungshilfe:

  • 16 Mbit/s: Ausreichend fuer eine Person, die gelegentlich surft, E-Mails liest und Social Media nutzt
  • 50 Mbit/s: Gut fuer einen Zwei-Personen-Haushalt mit gelegentlichem HD-Streaming und normalem Surfverhalten
  • 100 Mbit/s: Empfehlenswert fuer Familien mit mehreren Geraeten, HD- und 4K-Streaming, Homeoffice mit Videokonferenzen
  • 250 Mbit/s: Ideal fuer groessere Haushalte mit vielen gleichzeitig genutzten Geraeten, Online-Gaming und haeufigen Downloads
  • 500-1.000 Mbit/s: Fuer Power-Nutzer, WGs mit vielen Bewohnern oder wenn grosse Datenmengen regelmaessig uebertragen werden

Beachten Sie: Die angegebenen Geschwindigkeiten sind Maximalwerte. Laut Bundesnetzagentur erreichen viele Anschluesse in der Praxis nur 70 bis 90 Prozent der vertraglich zugesicherten Geschwindigkeit. Seit dem TKG 2021 haben Verbraucher bei erheblichen Abweichungen das Recht auf Preisminderung.

Worauf Sie beim DSL-Vergleich achten sollten

Ein guenstiger Monatspreis allein ist nicht aussagekraeftig. Beim Vergleich von Internettarifen sollten Sie mehrere Faktoren beruecksichtigen:

Effektiver Monatspreis

Viele Anbieter locken mit niedrigen Preisen in den ersten Monaten, die danach deutlich steigen. Berechnen Sie den durchschnittlichen Monatspreis ueber die gesamte Vertragslaufzeit, einschliesslich Anschlussgebuehr, Versandkosten fuer den Router und eventueller Bereitstellungskosten. Unser Vergleichsrechner beruecksichtigt all diese Faktoren.

Vertragslaufzeit und Kuendigungsfrist

Seit Dezember 2021 darf die Erstlaufzeit maximal 24 Monate betragen. Danach ist der Vertrag jederzeit mit einer Frist von einem Monat kuendbar. Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit bieten maximale Flexibilitaet, sind aber meist 5 bis 10 EUR pro Monat teurer.

Inklusive Leistungen

Pruefen Sie, welche Leistungen im Tarif enthalten sind: Ist ein WLAN-Router inklusive oder muss dieser separat gemietet oder gekauft werden? Ist eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz enthalten? Gibt es einen IPTV-Anschluss (z. B. MagentaTV bei der Telekom) oder andere Zusatzleistungen?

Router: Mieten, kaufen oder eigenen nutzen?

Seit der gesetzlichen Routerfreiheit (August 2016) haben Sie drei Moeglichkeiten:

  • Router vom Anbieter mieten: Bequem, da Einrichtung und Support vom Anbieter uebernommen werden. Kosten zwischen 3 und 10 EUR monatlich. Ueber die Vertragslaufzeit kann dies teurer werden als ein Kauf.
  • Router kaufen: Einmalige Anschaffungskosten (50-250 EUR je nach Modell), dafuer keine monatlichen Gebuehren. Beliebte Modelle sind die FRITZ!Box-Serie von AVM, die fuer ihre einfache Bedienung und zuverlaessige Leistung bekannt ist.
  • Eigenen Router nutzen: Wenn Sie bereits einen kompatiblen Router besitzen, koennen Sie diesen weiterverwenden. Der Anbieter muss Ihnen die Zugangsdaten mitteilen.

DSL-Kosten: Was zahlen Sie tatsaechlich?

Die monatlichen Kosten fuer einen Internetanschluss setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Neben dem reinen Tarifpreis koennen weitere Kosten anfallen:

  • Monatlicher Grundpreis: Je nach Geschwindigkeit zwischen 20 und 80 EUR
  • Einmalige Anschlussgebuehr: Haeufig zwischen 0 und 70 EUR, wird bei Aktionen oft erlassen
  • Routermiete: Falls kein eigener Router genutzt wird, 3 bis 10 EUR monatlich
  • Bereitstellungskosten: Bei Neuanschluessen oder Technologiewechsel koennen zusaetzliche Kosten entstehen

Tipp: Achten Sie bei Aktionsangeboten auf die Preissteigerung nach dem Aktionszeitraum. Ein Tarif fuer 19,99 EUR in den ersten 12 Monaten kann ab dem 13. Monat 44,99 EUR kosten. Unser Vergleichsrechner zeigt Ihnen den effektiven Durchschnittspreis.

Anbieterwechsel: So funktioniert es

Ein Wechsel des Internetanbieters ist einfacher als viele denken. Der neue Anbieter uebernimmt in der Regel den gesamten Wechselprozess:

  • Schritt 1: Pruefen Sie, wann Ihr aktueller Vertrag kuendbar ist
  • Schritt 2: Waehlen Sie einen neuen Tarif ueber unseren Vergleichsrechner
  • Schritt 3: Beauftragen Sie den neuen Anbieter - dieser kuendigt in der Regel fuer Sie beim alten Anbieter
  • Schritt 4: Am Wechseltag wird Ihr Anschluss umgestellt. Die Unterbrechung darf maximal einen Arbeitstag betragen

Wichtig: Wenn Sie Ihre Telefonnummer behalten moechten, teilen Sie dies dem neuen Anbieter bei der Bestellung mit. Die Rufnummernmitnahme ist gesetzlich garantiert und darf maximal 6,82 EUR kosten (Regulierung durch die Bundesnetzagentur).

Verfuegbarkeitspruefung: Der erste Schritt

Nicht jeder Tarif ist an jedem Standort verfuegbar. Die tatsaechlich erreichbare Geschwindigkeit haengt von der Infrastruktur vor Ort ab. Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner oben, um die an Ihrer Adresse verfuegbaren Angebote zu pruefen. Geben Sie dazu einfach Ihre Vorwahl oder Adresse ein.

Der Glasfaserausbau schreitet in Deutschland kontinuierlich voran. Laut Bundesnetzagentur waren Ende 2024 rund 17 Millionen Haushalte mit einem Glasfaseranschluss (FTTH) erreichbar. Falls an Ihrem Standort noch kein Glasfaser verfuegbar ist, pruefen Sie regelmaessig die Verfuegbarkeit, da der Ausbau stetig vorangeht.

Wer im Homeoffice arbeitet und auf eine stabile Internetverbindung angewiesen ist, sollte neben dem Tarif auch an die Absicherung denken. Eine Cyberversicherung fuer KMU schuetzt bei Datenpannen und IT-Sicherheitsvorfaellen. Und fuer Fehler in der eigenen Arbeit gibt es die Berufshaftpflichtversicherung.

Fazit

Vergleichen lohnt sich, Glasfaser ist die Zukunft

Wer seinen Internettarif regelmaessig vergleicht, spart bis zu 200 EUR pro Jahr. Achten Sie auf den monatlichen Effektivpreis nach Ablauf des Aktionszeitraums, die Mindestvertragslaufzeit und die Kuendigungsfrist.

Falls Glasfaser bei Ihnen verfuegbar ist, greifen Sie zu. Die Preise sind kaum hoeher als bei VDSL, die Leistung aber deutlich besser. Und wer nach der Erstlaufzeit kuendigen kann, bleibt flexibel.

DSL nutzt die bestehende Kupfertelefonleitung und erreicht bis zu 16 Mbit/s. VDSL (Very High Speed DSL) verwendet ebenfalls Kupferleitungen, aber mit kuerzeren Strecken zum Verteiler, und erreicht bis zu 250 Mbit/s. Glasfaser (FTTH - Fiber to the Home) bietet Lichtwellenleiter bis in die Wohnung und ermoeglicht Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s und mehr.

Fuer Einzelpersonen mit normalem Surfverhalten genuegen 16-50 Mbit/s. Familien mit mehreren Geraeten und Streaming-Diensten sollten mindestens 100 Mbit/s waehlen. Fuer Homeoffice mit Videokonferenzen und groesseren Datentransfers empfehlen sich 100-250 Mbit/s. Wer regelmaessig grosse Dateien hoch- und herunterlaedt, profitiert von Glasfaser ab 500 Mbit/s.

Seit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) im Dezember 2021 betraegt die maximale Erstlaufzeit 24 Monate. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit koennen Vertraege jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekuendigt werden. Einige Anbieter bieten auch Tarife ohne Mindestlaufzeit an, die jedoch in der Regel teurer sind.

Ja. Seit der TKG-Reform ist der neue Anbieter gesetzlich verpflichtet, den Wechselprozess zu koordinieren. Die Unterbrechung darf maximal einen Arbeitstag betragen. Bei Verzoegerungen steht Ihnen ab dem zweiten Tag eine Entschaedigung zu. Den Kuendigungsprozess uebernimmt in der Regel der neue Anbieter fuer Sie.

Die Kosten variieren je nach Geschwindigkeit und Anbieter. Einfache DSL-16-Tarife starten ab etwa 20 EUR pro Monat. VDSL mit 100 Mbit/s kostet zwischen 30 und 45 EUR monatlich. Glasfaseranschluesse mit 1.000 Mbit/s liegen bei 50 bis 80 EUR pro Monat. Viele Anbieter bieten reduzierte Preise in den ersten Monaten an.

Nein. Seit August 2016 gilt in Deutschland die Routerfreiheit. Sie koennen frei waehlen, welchen Router Sie an Ihrem Anschluss verwenden. Der Anbieter muss Ihnen die Zugangsdaten zur Verfuegung stellen. Beachten Sie jedoch, dass bei manchen Anbietern der technische Support eingeschraenkt sein kann, wenn Sie einen eigenen Router nutzen.

Seit dem TKG 2021 haben Sie das Recht auf Preisminderung, wenn die Geschwindigkeit dauerhaft unter dem versprochenen Wert liegt. Messen Sie Ihre Geschwindigkeit mit dem offiziellen Breitbandmessungstool der Bundesnetzagentur. Liegt das Ergebnis deutlich unter dem Vertragswert, koennen Sie den Preis mindern oder den Vertrag kuendigen.

Wenn Glasfaser bei Ihnen verfuegbar ist: meistens ja. Glasfaser bietet symmetrische Geschwindigkeiten (gleich schnell hoch wie runter), niedrigere Latenz und ist zukunftssicherer. Die Preise liegen oft nur 10 bis 15 EUR ueber einem VDSL-Tarif. Fuer Homeoffice mit Videokonferenzen und Cloud-Anwendungen ist Glasfaser die bessere Wahl.

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