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Buchhaltungssoftware 2026 im Vergleich: 10 Anbieter fuer Selbststaendige und Kleinunternehmen

Von der Redaktion Mein-Vergleich-Portal— Fachredaktion B2B-Versicherung & Business-Software
Veröffentlicht: Aktualisiert:
Buchhaltungssoftware 2026 — Cloud-Loesung am Schreibtisch eines kleinen Unternehmens

Das Wichtigste in Kürze

  • Cloud-Buchhaltungssoftware gibt es ab 3,45 EUR/Monat (Lexware Office S) bis 50 EUR/Monat fuer umfangreiche Pakete (Stand: Maerz 2026)
  • Seit dem 1. Januar 2025 muessen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen koennen, ab 2028 auch versenden (BMF)
  • Alle Programme in diesem Vergleich sind GoBD-konform und bieten DATEV-Export fuer die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater
  • Ueber 90 Prozent der deutschen Steuerberater arbeiten mit DATEV; eine DATEV-Schnittstelle spart beiden Seiten Zeit

Buchhaltungssoftware uebernimmt Rechnungsstellung, Belegverwaltung und den Austausch mit dem Steuerberater. Wir haben zehn Programme im Vergleich gegenuebergestellt, von der kostenlosen Basisversion bis zur DATEV-Profi-Loesung. Preise und Funktionen sind auf dem Stand Mai 2026; alle Quellen stehen am Ende der Seite.

Welche Buchhaltungssoftware passt zu welchem Unternehmen?

Solo-Freiberufler kommen mit Lexware Office S (3,45 EUR/Monat) oder Papierkram Free aus. Kleinunternehmen mit Steuerberater fahren mit sevDesk Buchhaltung (25,90 EUR) oder BuchhaltungsButler (24,95 EUR) gut. Kanzleien selbst nutzen DATEV (11 EUR pro Nutzer). Alle genannten Programme sind GoBD-konform und E-Rechnungsfaehig (Quelle: BMF, Stand Mai 2026).

Hinweise

Diese Seite enthaelt Affiliate-Links zu Versicherungs- und Software-Anbietern. Wenn Sie ueber diese Links abschliessen, erhalten wir eine Provision — fuer Sie entstehen keine zusaetzlichen Kosten. Wir verkaufen keine Software und beraten nicht zur Steuer (§ 2 StBerG); fuer steuerrechtliche Fragen wenden Sie sich an einen Steuerberater oder das Finanzamt.

ab 3,45 EUR

Monatliche Kosten Lexware Office S (taxandbytes.de)

10

Anbieter im Vergleich

2025

E-Rechnungspflicht Empfang gestartet (BMF)

Was ist Buchhaltungssoftware und wofuer brauchen Sie eine?

Ein Buchhaltungsprogramm erfasst Ihre Geschaeftsvorfaelle digital: eingehende und ausgehende Rechnungen, Bankbuchungen, Belege und wiederkehrende Zahlungen. Am Ende eines Zeitraums erstellt die Software automatisch Auswertungen wie die Einnahmen-Ueberschuss-Rechnung (EUeR), die Umsatzsteuervoranmeldung oder eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA).

Der entscheidende Vorteil gegenueber einer Excel-Tabelle oder dem Papier-Ordner: Jede serieoese Buchhaltungssoftware ist GoBD-konform. Das bedeutet, sie erfuellt die Anforderungen des Finanzamts an die elektronische Buchfuehrung, insbesondere die Unveraenderbarkeit gebuchter Daten und die revisionssichere Archivierung. Wer seine Buchhaltung nicht GoBD-konform fuehrt, riskiert Beanstandungen bei der naechsten Betriebspruefung.

Moderne Cloud-Loesungen wie Lexware Office oder sevDesk gehen noch weiter: Sie erkennen Belege per KI, gleichen Bankbuchungen automatisch ab und uebertragen Daten direkt an den Steuerberater ueber DATEV-Schnittstellen. Gerade fuer Freiberufler und kleine Unternehmen spart das mehrere Stunden pro Monat.

Buchhaltungssoftware im Vergleich: Preise und Funktionen

Wie wir vergleichen

  • Auswahl: Wir haben die 10 in Deutschland am haeufigsten genutzten Cloud- und Desktop-Programme aufgenommen, gemessen an Erwaehnungen in IHK-Listen, Steuerberater-Empfehlungen und unabhaengigen Tests (z. B. fuer-gruender.de, EXPERTE.de).
  • Kriterien: GoBD-Konformitaet, DATEV-Export, E-Rechnungsfaehigkeit (XRechnung & ZUGFeRD 2.x), Bank-Sync, Mobile App, API, Mehrbenutzer, Preis.
  • Preisquellen: Anbieter-Webseiten, plus zwei unabhaengige Quellen pro Anbieter (z. B. trusted.de, taxandbytes.de). Stand: Mai 2026.
  • Was wir nicht tun: Wir testen Software nicht selbst praktisch. Bewertungen wie „sevDesk 1,1“ stammen aus zitierten Tests Dritter — nicht aus eigenem Urteil.

Die folgende Tabelle zeigt sechs verbreitete Programme im direkten Vergleich. Alle Preise sind Nettopreise pro Monat und beziehen sich auf das jeweils guenstigste Paket (Stand: Mai 2026). Die Bewertungen stammen aus dem Buchhaltungssoftware-Test von fuer-gruender.de (2026).

FunktionLexware OfficesevDeskBuchhaltungsButlerPapierkramDATEV
Preis ab3,45 EUR/M.11,90 EUR/M.24,95 EUR/M.kostenlos11,00 EUR/M.
ZielgruppeKMU, FreiberuflerSelbststaendige, KMUKMU, SteuerberaterEinsteiger, SoloSteuerberater-Kanzleien
GoBD-konform
DATEV-Export
Bankanbindung
Rechnungen
Ausgaben
Auswertungen
Mehrbenutzer
Mobile App
API-Zugang
Bewertung
1.2
1.1
-
1.8
-
DetailsDetailsDetailsDetailsDetails

Alle sechs Anbieter sind GoBD-konform und bieten DATEV-Export. Die Unterschiede liegen im Funktionsumfang der guenstigsten Tarife: Bei Lexware Office S (3,45 EUR) sind Rechnungsstellung und Belegerfassung enthalten, der automatische Bankabgleich kommt ab dem M-Paket (5,95 EUR) hinzu. Bei sevDesk beginnt der Tarif mit Rechnungsfunktionen (11,90 EUR); Buchhaltungsfunktionen wie EUeR und BWA gibt es ab dem Buchhaltung-Tarif (25,90 EUR).

Preise im Detail: Was kosten die einzelnen Tarife?

AnbieterEinstiegStandardProfi / VollQuelle
Lexware OfficeS: 3,45 EURM: 5,95 / L: 9,95 EURXL: 14,95 EURtaxandbytes.de
sevDeskRechnung: 11,90 EURBuchhaltung: 25,90 EURPro: 34,90 EURtrusted.de
BuchhaltungsButlerVorbucher: 24,95 EURSelbstbucher: 29,95 EURPremium: 49,95 EURbuchhaltungsbutler.de
WISO MeinBuero19,00 EUR+6 EUR/extra Nutzer-meinbuero.de
PapierkramFree (limitiert)S: ca. 9,90 / M: ca. 19,90 EURTeam: ca. 50 EURpapierkram.de
DATEV Unternehmen online11,00 EUR (10 Nutzer)+2 EUR/extra NutzerIndividuelle Preiseqonto.com

Alle Preise netto pro Monat, Stand Maerz 2026. Die tatsaechlichen Kosten koennen je nach Vertragslaufzeit und Zusatzmodulen abweichen.

Was muss gute Buchhaltungssoftware koennen?

Die Anforderungen haengen von Ihrer Unternehmensgroesse und Branche ab. Es gibt jedoch Funktionen, die jedes Programm mitbringen sollte, und solche, die nur in bestimmten Situationen relevant sind.

Kernfunktionen, die jedes Programm braucht

  • Rechnungserstellung: Professionelle Rechnungen mit allen gesetzlichen Pflichtangaben (Steuernummer, fortlaufende Nummer, Leistungszeitraum)
  • Belegverwaltung: Digitale Erfassung per Scan oder Foto, idealerweise mit automatischer Texterkennung (OCR)
  • Bankanbindung: Automatischer Abgleich mit Ihrem Geschaeftskonto, damit Sie Zahlungen nicht manuell zuordnen muessen
  • Auswertungen: Mindestens EUeR und Umsatzsteuervoranmeldung, idealerweise auch BWA und Bilanz
  • GoBD-Konformitaet: Revisionssichere Archivierung, Unveraenderbarkeit gebuchter Daten, Verfahrensdokumentation
  • DATEV-Export: Standardisierter Datenaustausch mit dem Steuerberater

Wichtige Zusatzfunktionen

  • E-Rechnung: Erstellung und Empfang im Format XRechnung oder ZUGFeRD 2.x. Seit 2025 Pflicht fuer den Empfang
  • Mehrbenutzer: Zugriff fuer Mitarbeiter und den Steuerberater mit unterschiedlichen Rechten
  • Mobile App: Belege unterwegs fotografieren und sofort zuordnen
  • API-Anbindung: Integration mit Online-Shops, CRM-Systemen oder Projektmanagement-Tools
  • Angebote und Auftraege: Vom Angebot ueber den Auftrag bis zur Rechnung in einer Software

Was Buchhaltungssoftware nicht abdeckt: das Daten-Restrisiko

Buchhaltungssoftware speichert Steuernummern, Kontoverbindungen, Kundenlisten — also exakt die Daten, die bei Ransomware-Angriffen am haeufigsten erpresst werden. Laut Bitkom-Digitalisierungsindex 2025 wurden 65 % der mittelstaendischen Unternehmen in den vergangenen zwoelf Monaten Ziel von Cyberangriffen. Eine Cyberversicherung fuer KMU deckt IT-Forensik, Datenwiederherstellung und Betriebsunterbrechung ab, wenn die Cloud-Sicherheit des Software-Anbieters einmal nicht greift.

Wer als Freiberufler oder Berater Mandantendaten verarbeitet, sollte parallel eine Berufshaftpflichtversicherung pruefen — sie greift, wenn durch einen Buchhaltungsfehler Vermoegensschaeden bei Kunden entstehen.

E-Rechnungspflicht ab 2025: Was Sie jetzt wissen muessen

Die E-Rechnungspflicht betrifft alle deutschen Unternehmen im B2B-Bereich. Die Umstellung erfolgt in mehreren Stufen. Hier der aktuelle Zeitplan laut Bundesfinanzministerium (BMF) und den Industrie- und Handelskammern:

ZeitpunktPflichtFuer wen
01.01.2025E-Rechnungen empfangenAlle B2B-Unternehmen, keine Ausnahmen
2025-2026Papierrechnungen versenden noch erlaubtAlle (Uebergangsregelung)
Ab 2027Papier nur noch bei Vorjahresumsatz unter 800.000 EURUnternehmen unter der Umsatzgrenze
Ab 2028Volle E-Rechnungspflicht (Versand und Empfang)Alle B2B-Unternehmen

Als gueltige Formate akzeptiert das Finanzamt Rechnungen nach der EU-Norm EN 16931, konkret XRechnung und ZUGFeRD 2.x. Reine PDF-Dateien ohne strukturierte Daten gelten nicht als E-Rechnung. Alle Programme in diesem Vergleich unterstuetzen mindestens eines dieser Formate.

Wenn Sie bisher noch keine E-Rechnungen empfangen koennen, sollten Sie zeitnah handeln. In unserem GoBD-Ratgeber erklaeren wir die technischen Anforderungen im Detail.

GoBD-konforme Buchhaltung: Anforderungen und Aenderungen 2026

Die GoBD (Grundsaetze zur ordnungsmaessigen Fuehrung und Aufbewahrung von Buechern) regeln, wie Unternehmen ihre Buchfuehrung digital fuehren muessen. Im Juli 2025 hat das BMF die GoBD aktualisiert, unter anderem wegen der neuen E-Rechnungspflicht.

Seit 2026 gelten zudem verschaerfte Pruefungen beim GoBD-Export: Die Kulanzfrist fuer fehlende Kontotyp-Datenfelder ist ausgelaufen. Unternehmen, deren Software diese Felder nicht korrekt ausfuellt, muessen mit Beanstandungen rechnen.

Die fuenf wichtigsten GoBD-Anforderungen

  1. Unveraenderbarkeit: Gebuchte Daten duerfen nachtraeglich nicht veraendert werden. Aenderungen muessen als Stornobuchung und Neubuchung erfolgen.
  2. Nachvollziehbarkeit: Jeder Geschaeftsvorfall muss lueckenlos von der Buchung zum Beleg und zurueck nachvollziehbar sein.
  3. Zeitgerechte Erfassung: Belege muessen zeitnah erfasst werden, nicht erst am Jahresende.
  4. Revisionssichere Archivierung: Digitale Belege muessen mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden, in einem Format, das nicht manipuliert werden kann.
  5. Verfahrensdokumentation: Sie muessen dokumentieren, wie Ihre Buchhaltung organisiert ist, welche Software Sie nutzen und wie Daten verarbeitet werden.

Cloud oder Desktop: Welche Loesung passt zu Ihrem Unternehmen?

MerkmalMerkmalCloud-SoftwareDesktop-Software
ZugriffVon ueberall, Browser genuegtNur am installierten Rechner
UpdatesAutomatisch, immer aktuellManuell oder per Abo
DatensicherungAutomatische Cloud-BackupsEigenverantwortlich
Steuerberater-ZugangDirekter Zugriff moeglichNur per DATEV-Export
InternetabhaengigkeitJa (stabile Verbindung noetig)Nein (funktioniert offline)
KostenMonatliches Abo (ab 3 EUR)Einmalkauf oder Jahresabo
DatenkontrolleDaten beim Anbieter (DE-Server)Daten auf eigenem Rechner
BeispieleLexware Office, sevDesk, PapierkramLexware, WISO, DATEV (teilweise)

Fuer die Mehrzahl der KMU und Freiberufler ist eine Cloud-Loesung heute die praktischere Wahl. In unserem Vergleich Cloud vs. Desktop gehen wir auf die Unterschiede im Detail ein.

EUeR oder Bilanz: Welche Gewinnermittlung brauchen Sie?

Die Wahl der Gewinnermittlungsart bestimmt, welchen Funktionsumfang Ihre Software haben muss.

  • EUeR (Einnahmen-Ueberschuss-Rechnung): Gilt fuer Freiberufler (unabhaengig vom Umsatz) und Gewerbetreibende mit weniger als 800.000 EUR Umsatz und unter 80.000 EUR Gewinn. Die meisten Cloud-Loesungen decken die EUeR ab.
  • Bilanz (doppelte Buchfuehrung): Pflicht fuer alle Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sowie Einzelunternehmen und Personengesellschaften oberhalb der genannten Grenzen. Fuer die Bilanzierung brauchen Sie ein Programm mit Soll-Haben-Buchungen, wie BuchhaltungsButler oder DATEV.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Form fuer Sie gilt, klaeren Sie das mit Ihrem Steuerberater. Die falsche Wahl kann zu Problemen bei der Steuerklaerung fuehren.

Datensicherheit und Versicherungsschutz fuer Ihre Buchhaltung

Buchhaltungsdaten gehoeren zu den sensibelsten Informationen eines Unternehmens. Cloud-Anbieter sichern die Daten in der Regel durch Verschluesselung, redundante Rechenzentren in Deutschland und regelmaessige Sicherheits-Audits.

Trotzdem bleibt ein Restrisiko: Wenn ein Cyberangriff Ihre Buchhaltungsdaten verschluesselt oder ein technischer Fehler zum Datenverlust fuehrt, kann das empfindliche Folgen haben. Eine Cyberversicherung deckt in solchen Faellen die Kosten fuer IT-Forensik, Datenwiederherstellung und Betriebsunterbrechung ab. Besonders Cyberversicherungen fuer KMU sind auf die Beduerfnisse kleinerer Unternehmen zugeschnitten.

Wenn Sie als Freiberufler oder Berater taetig sind, sollten Sie neben der Software auch ueber eine Berufshaftpflichtversicherung nachdenken. Sie schuetzt Sie, wenn durch einen Fehler in der Buchhaltung oder Beratung ein Kunde zu Schaden kommt.

In fuenf Schritten zur eingerichteten Buchhaltung

Der Wechsel auf eine moderne Cloud-Loesung dauert in der Regel zwei bis sechs Stunden, je nach Belegmenge. Wer plant, kommt schnell durch — wer improvisiert, baut Lehrgeld ein. Diese Reihenfolge hat sich in unserer Redaktion bewaehrt:

  1. Stammdaten zuerst. Firmenname, Steuernummer, USt-IdNr., Bankverbindungen, Standard-Steuersaetze. Klingt trivial, kostet aber spaeter doppelt soviel Zeit, wenn jeder einzelne Beleg manuell korrigiert werden muss.
  2. Kontenrahmen festlegen. Fuer Freiberufler reicht SKR03 oder SKR04, gefuehrt vom Programm. Kapitalgesellschaften brauchen oft eine angepasste Variante — kurz mit dem Steuerberater abklaeren.
  3. Bankkonto verknuepfen. Per PSD2-Schnittstelle (FinTS oder direkt ueber den Bank-Connector des Anbieters). Buchungen der letzten 90 Tage werden meistens automatisch importiert.
  4. Beleg-Workflow definieren. Per Mail an Postfach-Adresse, per Scan-App auf dem Smartphone, per Drag-and-Drop. Ein einheitlicher Eingangskanal spart spaeter das Suchen.
  5. DATEV-Export einrichten. Format mit der Steuerberater-Kanzlei abstimmen (XML oder CSV). Erster Probelauf am besten zum Monatsende, bevor ernst gebucht wird.

Wer detailliertere Migrationsbegleitung sucht, findet im Ratgeber zum Software-Wechsel eine vollstaendige Checkliste mit Datenexport-Anleitungen je Anbieter.

Fuer wen eignet sich welche Buchhaltungssoftware?

Nicht jedes Programm passt zu jedem Unternehmen. Die Entscheidung haengt von Ihrer Rechtsform, dem Rechnungsvolumen, der Branche und der Zusammenarbeit mit dem Steuerberater ab. Hier eine Orientierungshilfe:

UnternehmenstypEmpfohlene LoesungBegruendung
Freiberufler (EUeR)Lexware Office S/MGuenstiger Einstieg, einfache EUeR, mobile App
Kleingewerbe (wenig Belege)Papierkram FreeKostenlos, GoBD-konform, Grundfunktionen enthalten
KMU (bis 50 Mitarbeiter)sevDesk BuchhaltungUmfangreiche Funktionen, gute DATEV-Anbindung
Steuerberater-KanzleiDATEVBranchenstandard, tiefe Integration, Mandantenverwaltung
Online-HaendlerBuchhaltungsButlerShop-Anbindung, hohe Belegmengen, automatische Zuordnung
HandwerksbetriebsevDesk oder Lexware Office LMobile Belegerfassung, Angebote und Auftraege, DATEV
Startup (GmbH/UG)sevDesk Buchhaltung 19,90 EUR (Einstieg) oder BuchhaltungsButler 29,95 EURBilanzfaehiger Tarif Pflicht, Detailvergleich mit Tarif-Phasen-Matrix im Startup-Spoke

Für wen ist Buchhaltungssoftware geeignet?

Geeignet für

  • KMU mit regelmaessigem Rechnungsaufkommen
  • Freiberufler und Selbststaendige mit EUeR-Pflicht
  • Startups, die von Anfang an GoBD-konform arbeiten wollen
  • Unternehmen mit Steuerberater (DATEV-Anbindung)
  • Online-Haendler mit Shopanbindung (Amazon, Shopify)

Weniger geeignet für

  • Privatpersonen ohne Geschaeftstaetigkeit
  • Grosskonzerne mit SAP oder vergleichbaren ERP-Systemen
  • Unternehmen, die ihre gesamte Buchhaltung an den Steuerberater auslagern und keine eigene Software benoetigen

Buchhaltungssoftware wechseln: Darauf sollten Sie achten

Ein Wechsel der Buchhaltungssoftware ist einfacher als viele denken, wenn Sie ein paar Punkte beachten. Der beste Zeitpunkt ist der Jahreswechsel: Schliessen Sie das alte Geschaeftsjahr in der bisherigen Software ab und starten Sie das neue Jahr im neuen Programm.

Pruefen Sie vor dem Wechsel, ob die neue Software Daten aus Ihrem bisherigen Programm importieren kann (DATEV-Format ist hier der Goldstandard). Sichern Sie alle Daten und Belege aus der alten Software, denn die GoBD-Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren laeuft weiter. In unserem Ratgeber zum Software-Wechsel finden Sie eine vollstaendige Checkliste.

Haeufig gestellte Fragen zur Buchhaltungssoftware

Eine Buchhaltungssoftware ist ein Programm, das Unternehmen bei der Erfassung, Verwaltung und Auswertung ihrer Geschaeftsvorfaelle unterstuetzt. Sie automatisiert Prozesse wie Rechnungsstellung, Belegerfassung, Bankabgleich und die Erstellung von Auswertungen wie der EUeR oder Bilanz. Moderne Cloud-Loesungen bieten zusaetzlich KI-gestuetzte Belegerkennung und DATEV-Schnittstellen.

GoBD steht fuer "Grundsaetze zur ordnungsmaessigen Fuehrung und Aufbewahrung von Buechern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form". Eine GoBD-konforme Software erfuellt die Anforderungen des Finanzamts: Unveraenderbarkeit gebuchter Daten, lueckenlose Nachvollziehbarkeit, revisionssichere Archivierung und eine Verfahrensdokumentation. Seit 2026 gelten verschaerfte Pruefungen bei Kontotyp-Datenfeldern.

Buchhaltungssoftware fuer kleine Unternehmen kostet je nach Funktionsumfang zwischen 3 und 50 EUR pro Monat (netto). Lexware Office startet ab 3,45 EUR/Monat (S-Paket), sevDesk ab 11,90 EUR/Monat und BuchhaltungsButler ab 24,95 EUR/Monat. Mit Papierkram gibt es auch eine kostenlose Basisversion. (Stand: Maerz 2026, Preise laut Anbieter-Webseiten)

Wenn Sie mit einem Steuerberater zusammenarbeiten, ist eine DATEV-Schnittstelle sehr empfehlenswert. Sie ermoeglicht den direkten Datenaustausch zwischen Ihrer Software und dem DATEV-System der Kanzlei. Das spart beiden Seiten Zeit und vermeidet Fehler bei der Datenuebertragung. Ueber 90 Prozent der deutschen Steuerberater arbeiten mit DATEV.

Seit dem 1. Januar 2025 muessen alle deutschen Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen koennen. Ab 2027 duerfen Papierrechnungen nur noch von Unternehmen mit weniger als 800.000 EUR Vorjahresumsatz versendet werden. Ab 2028 gilt die volle Pflicht zur E-Rechnungsausstellung fuer alle B2B-Transaktionen. Gueltige Formate sind XRechnung und ZUGFeRD 2.x (laut BMF).

Cloud-Buchhaltung bietet ortsunabhaengigen Zugriff, automatische Updates, integrierte Backups und einfache Steuerberater-Anbindung. Desktop-Software bietet volle Kontrolle ueber die Daten und funktioniert auch ohne Internet. Fuer Unternehmen, die mit einem Steuerberater zusammenarbeiten und mobil arbeiten, ist Cloud in den meisten Faellen die bessere Wahl. Unser Vergleich Cloud vs. Desktop hilft bei der Entscheidung.

Die EUeR (Einnahmen-Ueberschuss-Rechnung) ist die einfachere Gewinnermittlung fuer Freiberufler und Kleingewerbetreibende. Die Bilanz (doppelte Buchfuehrung) ist Pflicht fuer Kapitalgesellschaften und Unternehmen ab 800.000 EUR Umsatz oder 80.000 EUR Gewinn. Die Wahl beeinflusst, welche Software Sie brauchen: EUeR-faehige Programme gibt es schon ab 3 EUR/Monat.

Ja, ein Wechsel ist grundsaetzlich moeglich. Achten Sie auf DATEV-Exportfunktionen und Import-Moeglichkeiten der neuen Software. Der beste Zeitpunkt fuer einen Wechsel ist der Jahreswechsel, damit Sie das alte Geschaeftsjahr sauber abschliessen koennen. In unserem Ratgeber zum Software-Wechsel finden Sie eine Schritt-fuer-Schritt-Anleitung.

Serieoese Cloud-Anbieter wie Lexware Office oder sevDesk betreiben ihre Server in deutschen Rechenzentren, verschluesseln Daten per TLS/SSL und erfuellen die DSGVO-Anforderungen. Fuer Unternehmen mit besonders sensiblen Daten empfiehlt sich ergaenzend eine Cyberversicherung, die auch Schaeden durch IT-Ausfaelle oder Datenverlust abdeckt.

Freiberufler nach §18 EStG brauchen eine Software mit Einnahmen-Ueberschuss-Rechnung (EUeR). Der guenstigste vollstaendige EUeR-Tarif ist Papierkram S fuer 9,90 EUR pro Monat. Lexware Office S (3,45 EUR) ist zwar guenstiger, enthaelt die EUeR aber nicht. Welcher Tarif zu welchem Berufsprofil passt, mit Detailvergleich der fuenf relevantesten Loesungen, klaert unser dedizierter Vergleich: Buchhaltungssoftware fuer Freiberufler.

Fazit

Ehrliche Antwort: Es gibt keine „beste“ Buchhaltungssoftware. Es gibt nur die, die zu Ihrer Rechtsform, Ihrem Steuerberater und Ihrem Belegaufkommen passt. Wer als Freiberufler im Solo-Modus arbeitet, ist mit Lexware Office S (3,45 EUR/Monat) oder Papierkram Free gut bedient. Wer mit Steuerberater und Mehrbenutzer-Setup unterwegs ist, landet meist bei sevDesk oder BuchhaltungsButler — auch wenn die monatlichen Kosten dann zweistellig werden.

Ein Tipp aus der Redaktion: Testen Sie zwei Programme parallel, jeweils zwei Wochen mit echten Belegen. Was beim Onboarding stoert, stoert auch nach sechs Monaten. Und pruefen Sie vorab, mit welchem DATEV-Format Ihre Steuerberater-Kanzlei arbeitet — das ist der Punkt, an dem nachtraegliche Wechsel teuer werden.

Die passende Buchhaltungssoftware finden

Vergleichen Sie die fuehrenden Buchhaltungsprogramme nach Preis, Funktionen und Zielgruppe. Alle Angaben unabhaengig recherchiert.